adidas Originals

 

Als Adi Dassler in seiner Waschküche zu tüfteln begann, ahnte er sicher selbst am wenigsten was sich einmal aus diesen ersten Schritten entwickeln würde. Mit der Mission, jedem Athleten einen Schuh auf den Leib zu schneidern, der ihn in seiner ganz speziellen Sportart bestmöglich unterstützen würde, ließ er 1924 die „Gebrüder Dassler Schuhfabrik“ ins Handelsregister eintragen.
Aus der Schuhfabrik der Brüder Dassler wurde 25 Jahre später, am 18. August 1949, die „Adi Dassler adidas Sportschuhfabrik“ die in Herzogenaurach mit 47 Mitarbeitern die Produktion begann. Am selben Tag ließ Adi Dassler das mittlerweile auf der ganzen Welt bekannte und berühmte Markenzeichen eintragen: Die drei Streifen.
Doch wie gelangte adidas zu dieser Berühmheit? Nicht zuletzt durch das „Wunder von Bern“, das Endspiel der Fußball-Weltmeisterschaft 1954 in der Schweiz. Deutschland schlug die „unbesiegbaren“ Ungarn mit 3:2 und errang den Sieg in einem ganz neuen, leichten Fußballschuh bei dem die Schraubstollen auswechselbar waren.
Mit Fußball hat auch der nächste Meilenstein in der Geschichte von adidas zu tun, um genauer zu sein, mit dem „Kaiser“ höchstpersönlich. „Franz Beckenbauer“, so der Name eines Trainingsanzuges und des damit ersten Bekleidungsproduktes welches adidas im Jahr 1967 ein weiteres Geschäftsfeld neben den bisher produzierten Schuhen eröffnete.

Ein weiterer Punkt, dem der große Erfolg der Brand zu verdanken ist, war Adi Dasslers persönlicher Kontakt zu den Sportlern, den er immer wieder suchte. Dabei sammelte er Informationen und Vorschläge die er nutzte, um seine Produkte immer mehr zu verbessern um so die Athleten höher, schneller, weiter und vor allem voran zu bringen.
„Fußball ist unser Leben“ – das war nicht nur der Hit der Deutschen Nationalmannschaft zur Fußball-Weltmeisterschaft 1974, es könnte ebenso ein Zitat sein, was die Marke aus Herzogenaurach beschreibt. Denn adidas stellte den offiziellen Ball zur FIFA WM 1970 in Mexico. Genäht aus schwarzen und weißen Fünfecken aus Leder wurde er speziell konzipiert um ihn im damaligen Schwarz-Weiß-Fernsehen besser sichtbar zu machen. Daher auch sein Name, TELSTAR eben. Seit dem wurde der Ball immer wieder verändert und weiter entwickelt um ihn dem immer schneller werdenden Spiel anzupassen. Eines jedoch blieb konstant: bis heute stellt adidas zu jeder Fußball-WM den offiziellen Spielball.

Zeit und Design bleiben nicht stehen und so präsentierte adidas pünktlich zu den Olympischen Spielen 1972 in München sein neues Logo: das Dreiblatt. War es damals ein Symbol für Leistung und Erfolg, so ist es seit den frühen 80er Jahren auch ein Zeichen eines ganz besonderen Lifestyles und bis heute nicht aus den adidas Originals Kollektionen wegzudenken.

Zwischen all den Erfolgen, die adidas feierte, gab es aber auch dunkle Wolken am Himmel von Herzogenaurach. Einer dieser dunklen Tage war der 6. September 1978, der Tag, an dem Gründer und Visionär Adi Dassler kurz vor seinem 78. Geburtstag starb. Eine Legende ging und eine neue Ära wurde eingeleitet, die seines Sohnes Horst Dassler.

Das nächste „große Ding“ präsentierte adidas im Jahr 1984. Als sich andere Hersteller von Sportschuhen noch auf Laufgefühl und Passform bei Laufschuhen beschränkten, kam adidas mit dem Micropacer um die Ecke, einem Sneaker, der mit einem Mini-Computer in der Zunge ausgestattet war der dem Läufer Informationen und Leistungsdaten lieferte. Heute dürfte diese Technologie den meisten unter „miCoach“ bekannt sein

Im Bereich des Sports und allem was dazu gehört war adidas zu dieser Zeit schon lange eine feste Größe aber es war an der Zeit einen weiteren Bereich des kulturellen Lebens zu erobern: das Musik-Business und damit die Jugend, die sich für die Musik und den Lifestyle ihrer Idole interessierte, sie nachahmte und feierte. Dabei spielte eine Hip Hop Band aus den USA eine wesentliche Rolle und der „Brand with the 3 stripes“ in die Karten: Run DMC. Mit ihrer Single „my adidas“ bekannten sie sich 1986 offiziell zu ihrer Sneaker-Liebe und als adidas von dieser musikalischen Wertschätzung erfuhr, lag nichts näher als eine Partnerschaft des deutschen Sportartikelherstellers und den New Yorker Rappern. „my adidas“ wurde ein Hit, Run DMC wurden zu den ersten musikalischen Werbeträgern und die Street Fashion war geboren. Ein Style, den Run DMC in den 80ern prägte, war das tragen von Sneakers ohne Schnürsenkel. Gerüchten zu Folge war es einfach nur Faulheit die dazu führte das die Band ihre Superstars „unlaced“ trug, denn angeblich hatten die drei Bandmitglieder jeden Tag ein neues Paar am Fuß und es war einfach zu nervig täglich lacen zu müssen.

Die nächste Stufe war erklommen, adidas war nun sowohl in der Sport-Industrie als auch im Entertainment-Bereich aktiv aber nach diesem Hoch kam das nächste Tief. Nachdem Käthe Dassler, Adi Dasslers Frau, und auch Sohn Horst Dassler verstarben wechselte die Geschäftsleitung bei adidas und es wurden strategische Entscheidungen getroffen, die das Unternehmen an den Rand des Ruins trieben, nicht zuletzt durch Rekordverluste im Jahr 1992.
Doch nachdem Robert Louis-Dreyfus zusammen mit Christian Tourres das Ruder bei der nahezu konkursreifen Marke übernahm und sie in eine andere Richtung führte, war das Tal der Tränen durchquert. Es ging von nun an wieder bergauf und im Jahr 1995, sechs Jahre nach der Umwandlung in eine Aktiengesellschaft, war adidas ein börsennotiertes Unternehmen. „We knew then, we know now“ – der neue Marketing-Slogan war von nun an Programm.

In den frühen 90ern ging adidas „back tot he roots“ und arbeitete wieder enger mit Athleten zusammen um die eigenen Produkte wieder wertvoller für den Sport zu machen. So entstanden neue Innovationen, besonders im Bereich der Lauf- und Basketballschuhe aber auch im Bereich des Fußballs. Die heute noch sehr beliebte Torsion-Reihe erblickte 1989 das Licht der Sneaker-Welt, 1991 folgte die Equipment-Serie, die als High-End-Collection auf den Markt kam. Ein Hype war zu dieser Zeit auch eine Sportart die man von der Halle auf die Straße verlagerte, kurzum, man brachte Basketball auf die Straße und nannte das ganze Streetball. Und adidas lieferte 1992 mit der Streetball-Kampagne die passenden Basketball-Sneaker und die passende Fashion und zog mit der Streetball-Challenge die Kids auf den Street-Court. Auch im Fußball startete adidas 1994 wieder durch und brachte mit dem Predator einen Fußballschuh auf den Markt, der sich in den letzten 20 Jahren zu einer Ikone unter den Stollenschuhen entwickelt hat. Bei der Fußball-WM 1994 trugen die besten Spieler der Welt den Predator, unter ihnen Jürgen Klinsmann, Karl-Heinz Riedle oder der Holländer Ronald Koeman. Bei seiner Markteinführung 1994 erreichte er mit drei Millionen produzierten Paaren einen neuen Verkaufsrekord. Weitere Innovationen folgten dann 2002 mit der ClimaCool-Serie, adizero im Jahr 2004 und pünktlich zur Fußball-WM 2006 der neue Fußballschuh F50.

Mit dem neuen Jahrtausend erfand sich auch adidas neu und neben dem Sport Performance Sektor konzentrierte sich die Brand zunehmend auf Lifestyle und Streetwear. Dazu holte man sich unter anderem den japanischen Mode-Designer Yohji Yamamoto und Designerin Stella McCartney, Tochter des ehemaligen Beatles-Members Paul McCartney, ins Boot. Auch entstanden weitere neue Labels, unter anderem Y-3 und Porsche Design Sport.

Impossible is nothing – mit diesem Slogan vermittelte adidas 2004 seinen potenziellen Kunden, dass alles möglich sei wenn man nur die richtigen Produkte trägt. Um dies zu untermauern brachte man in der dazu gehörenden Kampagne einige der größten Sportler der Welt an den Start. David Beckham, Haile Gebrselassie und Muhammad Ali mit Tochter Laila zeigten, dass mit Willen und Entschlossenheit jedes Ziel erreicht werden kann.
Nachdem die Brand nun sowohl im Sport als auch im Lifestyle mit die erste Geige spielte, ging adidas „all in“. In der gleichnamigen Kampagne brachte man 2011 „the best of both worlds“ zusammen und mit Katy Perry, David Beckham, Lionel Messi und Derrick Rose standen erneut 4 Größen aus Sport und Entertainment im Licht der drei Streifen.

Die letzten Collabos mit Kanye West oder Pharrell Williams zeigen, dass die Lifestyle-Schiene weiter gut gefahren wird und der außerordentliche Erfolg von All-Time-Classics wie dem Superstar oder dem Stan Smith oder auch den neueren Modellen wie Yeezy, NMD oder Boost geben der Brand recht.
Was die Zukunft bringen wird steht in den Sternen aber adidas sorgt mit seinen neuesten Projekten und Innovationen dafür, dass diese zum Greifen nah zu sein scheinen.

Futurecraft voraus!

Mehr...

Alle Produkte von adidas und Krink und FALKE und Djinn´s und i-D

Hauptkatalog

Gefunden: 721 Artikel

Gefunden: 721 Artikel