HUMMEL

 

Am Anfang war der Regen. Und ein Fußballspiel, bei dem sich der Schuhmacher Albert Messmer Gedanken machte, wie man dem ständigen Ausrutschen der Spieler bei nassem Rasen entgegenwirken könnte. Er entwickelte einen Fußballschuh, der mit Stollen an der Sohle ausgestattet war, einer der ersten seiner Art. Mit seinem Bruder Michael Ludwig Messmer zusammen begann er, diese mit Stollen versehenen Fußballschuhe in Serie zu fertigen.
Die beiden gründeten 1923 im Hamburger Vorort Eppendorf das Unternehmen „Messmer & Co.“ und waren zunächst vorrangig im Marktsegment Fußball aktiv. Neben Fußballschuhen gehörten damals noch Golfbekleidung und Badanzüge zu den Produkten mit denen das kleine Unternehmen seine Brötchen verdiente. Alles lief gut doch leider fiel die kleine Fabrik der Messmer-Brüder dem Zweiten Weltkrieg zum Opfer und wurde vollständig zerstört und um Hummel wurde es ruhiger.
Bis 1956 der damalige Leiter Bernhard Weckenbrock die Marke übernahm und in Kevelaer am Niederrhein eine neue Produktionsstätte errichtete. Seine Vision: Produkte zu entwickeln, mit dem sich Sportler identifizieren können. Das von Weckenbrock neu entworfene Logo mit den Winkeln stand fortan für Teamgeist und Siegeswillen.
In den 60er und 70er Jahren wurde Handball immer populärer und das damals noch weit verbreitete Feldhandball wurde vom Hallenhandball abgelöst. Das Unternehmen begann mit der Produktion von Handballschuhen und schon bald war Hummel die bekannteste Marke im Hallenhandball.
Auch im Fußball blieb man weiter präsent, so wird 1968 der erste Ausrüstungsvertrag mit dem damaligen Zweitligisten MSV Duisburg abgeschlossen.
Es folgt die erste Kollektion von Sportbekleidung im Jahr 1969, die ein durchschlagender Erfolg wird. Zudem steigert das Unternehmen durch gezielte Werbung und Sponsoring seinen Ab- und Umsatz. Ebenfalls 1969 ändert sich das Logo, es wird dem damaligen Trend zum „Runden“ etwas angepasst.
1975 wird Hummel von seinem damaligen dänischen Zulieferer übernommen und der Firmensitz wird ins dänische Aarhus verlegt.
In den 80er und 90er Jahren setzt die Marke wieder vermehrt auf Fußball und wird Ausrüster von einigen der bekanntesten Teams Europas. Unter anderem laufen die Spieler von Benfica Lissabon, Tottenham Hotspur, Feyenoord Rotterdam und Brøndby IF im Hummel-Dress auf. Der größte Coup gelingt jedoch 1988, als man einen Ausrüstungsvertrag mit Real Madrid und seinem Superstar Emilio Butragueno abschließt. Das ist der endgültige Durchbruch für das Unternehmen und in ganz Europa schießen die Verkaufszahlen in die Höhe.
Als zur Fußball-Europameisterschaft 1992 Jugoslawien die Teilnahme verwehrt wird, rückt 10 Tage vor Beginn die Dänische Nationalmannschaft nach und wird überraschend Europameister – in Hummel-Trikots.
Im Jahr 1999 belasten finanzielle Probleme das Unternehmen und die Thornico Group wird neuer Eigentümer. Mit Thornico kommt auch Christian Stadil ins Spiel. Der CEO überarbeitet und modernisiert die Produkte der ursprünglichen Hummel-Sportausrüstung, setzt auf das Retro-Design und verbindet es mit modernen Elementen und Stoffen. Er holt junge Designer und Mitarbeiter aus der ganzen Welt in das Unternehmen und bringt eine neue Kollektion auf den Markt.
Stadil will sich nicht mit Stars und Sternchen auf eine Stufe stellen, er bleibt authentisch und setzt auf die Underdogs und auf Teams mit Persönlichkeit. So wird die Brand zum Ausstatter des Karlsruher SC und des FC St. Pauli, einem Team, mit dem er sich bestens identifizieren kann.
Und mit Stadil kommen die Sneakers. Schuhe, die nicht mehr nur für den Sport gemacht sind sondern für die Straße. Und die teilweise sogar seinen Namen tragen. Dabei wird besonderes Augenmerk auf Langlebigkeit, Qualität und sorgfältige Verarbeitung gelegt, die perfekte Alternative zu 08/15. Klassische Modelle aus den Archiven, gemischt mit Elementen urbaner Trends aus den letzten Jahrzehnten, dass macht den Retro-Look dieser Sneaker aus.
Seit 2006 lebt Hummel seine Leidenschaft für auffällige Designs und knallige Farben am Sneaker- und Streetwear-Markt aus und diese Leidenschaft wurde belohnt: mit der Winterkollektion 2007 gewann Hummel den „Ispo Sport Style Award“.
Nicht unerwähnt sollte bleiben, dass das Unternehmen sich mit verschiedensten Projekten, besonders in armen und von Krieg gebeutelten Ländern, darum bemüht, dass Menschen in aller Welt ihre Leidenschaft zum Sport ausleben können.

„Wir glauben fest daran, dass wir eine Veränderung in der Welt bewirken können, indem wir grenzenloses Verständnis, Respekt und Einigkeit durch Sport schaffen.“

Könnte es einen besseren Abschlusssatz geben?

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