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LACOSTE

 

René Lacoste, nachdem die Marke mit dem Krokodil benannt ist, wurde am 2. Juli 1904 geboren und beginnt schon sehr früh Tennis zu spielen. Er gewinnt mit 17 Jahren sein erstes Turnier und drei Jahre später zum ersten Mal die French Open. In den nächsten Jahren entwickelte sich René Lacoste zu einem der besten Tennis-Spieler der Welt, 1926 und 1927 führt er die Weltspitze an. Mehrfach gewann er die French Open, die US Open und in Wimbledon, als Kapitän der französischen Tennis-Nationalmannschaft holte er zudem den Sieg im Davis Cup 1927 und 1928.
Während sich alle Spieler noch in langen Oberhemden mit Manchetten, oft sogar noch im dazu passenden Blazer über den Court bewegten, tüftelte Lacoste an einem völlig neuen Oberteil. Einem Polohemd mit kurzen Armen und aus Jersey Petit Piqué, einem neuartigen Material was luftiger und dadurch angenehmer zu tragen war. Das erste und mittlerweile legendäre Polohemd war weiß und trug die Bezeichnung „L.12.12“. Dabei steht das „L“ für Lacoste, die „1“ für das Pique-Material, die „2“ bezeichnet die Kurzarm-Variante und die „12“ ist die Nummer des Entwurfes, den Lacoste auswählte.
Doch noch fehlte das, was das Shirt und die Marke bis heute unverkennbar macht: das Krokodil. Die Entstehung des Markenzeichens und die Geschichte dazu führt zurück ins Jahr 1923. Frankreich traf bei den Playoffs der „International Lawn Tennis Challenge“ in Boston auf Australien und spielte um den Einzug ins Finale. Am Tag zuvor sah Lacoste in einem Schaufenster einen Koffer aus Krokodilhaut und sein Mannschaftskapitän bemerkte, dass ihm dieser offensichtlich gefiel. Daraufhin bot er Lacoste eine Wette an: wenn er das wichtige Spiel gegen den Australier James Anderson gewinnen würde, dann bekäme er den Koffer von ihm. Am Ende reiste er jedoch nach einem verlorenen Spiel und dem Scheitern seines Teams ohne den Koffer nach Frankreich zurück. „Er gewann zwar nicht den Koffer aus Alligatorenhaut, aber er kämpfte wie ein echter Alligator.“, so die Worte eines amerikanischen Journalisten. Von da an trug er den Spitznamen „Das Krokodil“.
Einige Jahre später, es war 1927, bat er seinen guten Freund Robert Georges ein Krokodil für ihn zu zeichnen. Er ließ sich das Reptil auf seine Blazer und Hemden sticken und verzierte auch sein neu entworfenes Polohemd damit. Zusammen mit dem Strickwarenhersteller André Gillier gründete er 1933 das Unternehmen „La Chemise Lacoste“, er begann sein Polohemd in Serie zu fertigen und machte das Krokodil zum Markenlogo. Damit war Lacoste die erste Marke, die ein solches sichtbar auf einem Hemd präsentierte. Zudem wurde das Logo, was für Kampfgeist, Stärke und Ausdauer steht, nicht mehr nur eingestickt sondern extra angefertigt und aufgenäht. 1939 verkaufte sich das Polohemd mit den Perlmuttknöpfen aus Südseemuscheln bereits 300.000 mal.
Bis 1951 wurden die Poloshirts ausschließlich in weiß produziert, ab den frühen 1950er Jahren kamen dann auch andere Farben dazu. Der New Yorker Bekleidungshersteller und Besitzer des Sportswearlabels „Izod“, David Crystal, erwirbt 1952 eine Lizenz von Lacoste und gründet die für den amerikansichen Markt exclusive Marke „Izod Lacoste“. Diese erfreute sich nach anfänglichen Problemen einer großen Beliebtheit, nicht zuletzt durch prominente Träger wie John F. Kennedy. Anfang der 1990er Jahre ging die Nachfrage in den USA zurück, so trennten sich die beiden Marken, das Lizenzabkommen wurde 1993 beendet und seitdem wird Lacoste in Nordamerika wieder durch die französische Lacoste S.A. vertreten.
Im Jahr 1958 bringt die Brand ihre ersten Tennisschuhe auf den Markt, ein leichtes aber strapazierfähiges Modell was Performance und Eleganz miteinander vereint. Im gleichen Jahr wird die erste Kollektion für Kinder vorgestellt. Drei Jahre später lässt sich Lacoste den Kragen seiner Poloshirts patentieren und ebenfalls 1961 werden die ersten Shirts auf dem deutschen Markt angeboten.
Krankheitsbedingt schon lange nicht mehr aktiv bleibt Tennis trotz allem die große Leidenschaft des Firmengründers. Nachdem er 1927 schon eine Ballwurfmaschine entworfen hatte und diese von Dunlop unter Lizenz produzieren ließ, erfand er 1963 einen Tennisschläger aus Stahl und revolutionierte damit die Tenniswelt. Ein Jahr danach entwickelt er einen Vibrationsdämpfer der die Vibrationen im Tennisschläger absorbiert und somit das Verletzungsrisiko verringert.
Natürlich war es nicht nur das technische Zubehör, mit dem sich Lacoste befasste, sondern auch die Tennisbekleidung lag weiter im Fokus der Brand. So wurden traditionelle Outfits verändert oder neue Produkte auf den Markt gebracht, 1966 beispielsweise die Blouson-Sportjacke oder 1969 das Polo-Kleid und die Glénan-Strickjacke, heute besser bekannt als Cardigan. In Zusammenarbeit mit dem französischen Modeschöpfer Jean Patou wurde 1968 das Parfum „Eau de Sports“ kreiert und 1969 bot Lacoste zum ersten Mal Taschen aus Leder an.
Bernard Lacoste, der Sohn des „Alligators“, übernahm 1963 die Leitung des Unternehmens, welches dadurch noch weiter expandierte und in den 1970er Jahren seine erfolgreichste Zeit hatte. Als offizieller Sponsor des „Tournoi de Roland Garros“ wurde ab 1971 jedes Jahr eine Kollektion für die French Open entworfen.
Es vergehen 48 Jahre seit der Firmengründung bis 1981 auf der Avenue Victor Hugo in Paris das erste Lacoste Geschäft seine Pforten öffnet. Die Brand landet mit der 101 Sonnenbrillen-Serie im gleichen Jahr den nächsten Hit, die Brillen sind sowohl auf dem Court als auch auf der Straße der schwer angesagt. Es folgt eine Kollektion von Handtüchern und Bademänteln und eine eigene Parfumlinie bis dann 1985 die erste Lacoste-Tennisschuhserie auf den Markt kommt die sich auf den Tennisplätzen zum Must-have entwickelt.
Nachdem Ruben Torres 1970 zum Modedesigner von Lacoste ernannt wurde, übernimmt 1986 Guy Paulin diesen Part um die Brand mit frischen Styles durch die nächsten Jahre zu führen – und das gelang. Tennisprofis wie Fabrice Santoro oder Henri Leconte wurden Markenbotschafter und Severiano Ballesteros gewinnt die Golf Augusta Masters in den USA im Lacoste-Dress. Die Farben der 1980er Jahre waren wie gemacht für die Polos mit dem Krokodil, die junge Generation entdeckte die Mode neu und konsumierte alles und davon viel. Die Popper brachten die Shirts von der feinen Gesellschaft auf die Straße und aus dem feinen Zwirn wurde eine Freizeitklamotte. Der Abstieg der Brand war vorprogrammiert und als sich die Popper-Bewegung in Wohlgefallen auflöste war Lacoste plötzlich out. Niemand wollte mehr wie ein Yuppie dastehen, als spießig oder altmodisch angesehen werden, denn das verkörperte das Poloshirt und damit die Marke Anfang der 1990er für viele.
Guy Paulin verließ 1996 das sinkende Schiff und Gilles Rosier wurde neuer Kreativ-Direktor und Chef-Designer. In New York, Palm Beach und Bel Harbour eröffneten 1995 die ersten Lacoste-Boutiquen in den USA. 1998 übernahm der der Schweizer Einzelhandelskonzern Maus Frères 90% der Anteile von Devanlay S.A., die seit 1999 die internationale Lizenz für Lacoste inne hatte. Daraufhin expandierte Lacoste weltweit und die Marke konnte ihr „Altherren-Image“ durch ein frisches, junges Design endlich abschütteln. Erste Kollektionen im Streetwear-Segment gaben der Brand neue Perspektiven und brachten neue Kunden, aus Tennisschuhen wurden Sneaker die auf den Straßen und im Alltag getragen werden konnten und sollten, Lacoste erfindet sich neu. Markus Kavka, seinerzeit Moderator und VJ bei MTV, ist einer der Ersten, der Lacoste in Deutschland zu neuer Bekanntheit verhilft – er trägt die Polohemden in fast jeder seiner Sendungen.
Christophe Lemaire wird 2002 Nachfolger von Designer Gilles Rosier. Einer seiner ersten Aufträge: das Krokodillogo neu zu gestalten, es dem neuen, modernen Geschmack anzupassen. Es wird kleiner und bekommt mehr Kontrast im Gegensatz zum Bisherigen, welches etwas verblasst erschien. Ein neuer Schritt ist auch die erste Modenschau des Labels in New York die 2003 von Lemaire geleitet wird. Ebenfalls seit 2003 werden die Kollektionen der Brand bei der zweimal im Jahr stattfindenden New York Fashion Week vorgestellt.
Aus gesundheitlichen Gründen muss Bernard Lacoste 2005 die Geschäftsführung abgeben, im Jahr darauf stirbt er und sein Bruder Michel führt fortan das Unternehmen.
Einen erneuten Wechsel gibt es auch in der Kreativ- und Designabteilung, neuer Chefdesigner wird 2010 der Portugiese Felipe Oliveira Baptiste. Er interpretiert die Marke neu und kombiniert in der Lacoste L!VE Kollektion 2011 das sportliche Erbe des Firmengründers mit makelloser französischer Eleganz. Lacoste L!VE richtet sich mit Bekleidung, Parfum und Accessoires an ein jüngeres Publikum und ersetzt die in 2008 etablierte Lacoste RED! Kollektion. Weitere Linien der Marke sind Lacoste Sport und Lacoste Home, letztere wurde erstmals im Jahr 2000 aufgelegt um auch im Segment für Heimartikel –und Textilien präsent zu sein. Dabei sei angemerkt, dass die Lacoste S.A. selbst keine Ware produziert sondern für die einzelnen Produkte Lizenzen an verschiedene Herstellerfirmen vergibt.
Ab 2011 wird zusätzlich der Modedesigner Christophe Pillet ins Boot geholt, mit ihm zusammen wird das Lacoste Lab entwickelt um Innovationen zu schaffen. So wird beispielsweise eine exklusive Reihe von Fahrrädern produziert aber auch Surfboards, Motorradhelme oder Fußbälle. Im Folgejahr eröffnen zwei von Christophe Pillet entworfene Flagship Stores, der eine auf dem Champs-Elysées in Paris, der zweite in Hamburg. 2012 designt Lacoste eine komplette Modelinie ausschließlich für Frauen und eröffnet ebenfalls in Paris den ersten Store nur für Frauen. Weitere Flagship Stores öffnen in Tokyo, Miami und London. Eine weitere Kollektion ist die nach dem ersten Polohemd benannte „L.12.12“, die unter anderem Taschen aber auch Sneakers beinhaltet.
Zum 80-jährigen Bestehen im Jahr 2013 lud Lacoste acht traditionsreiche französische Unternehmen ein, jeweils ein limitiertes Produkt für die Brand zu gestalten, unter anderem eine Kristallvase von Baccarat, eine Tennistasche aus Krokodilleder von Hérmes und ein Schreibwarenset von S.T. Dupont.
Der bekannte brasilianische Tennisspieler Gustavo Kuerten wird 2012 das neue Gesicht der „Unconventional Chic“ Kampagne in deren Focus einmal mehr das „L.12.12“-Poloshirt als das ultimative Accessoire für einen entspannten Kleidungsstil steht.
Auch die menschliche Seite kommt bei dem Unternehmen nicht zu kurz, unter der Schirmherrschaft der Fondation de France wird 2006 die internationale Lacoste Stiftung gegründet, die weltweit gemeinnützige Organisationen unterstützt, die sich für Jugend und Sport einsetzen. Weiterhin setzt sich Lacoste im Projekt „Save our logo“ für bedrohte Arten von Krokodilen, Alligatoren und Kaimanen ein.
Wenn du auch Krokodile magst, bei uns im Shop findest du eine Auswahl feinster Lacoste-Sneaker mit denen du den Stil der traditionsreichen französischen Marke repräsentieren kannst.

See you later, Alligator!

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